Am 7. März ist Tag der gesunden Ernährung

Das diesjährige Motto des Tags der gesunden Ernährung lautet „Genussvoll Essen und Trinken – Den Menschen und der Ernährung verpflichtet“. Es geht darum, wie man mit genussvollem Essen die Gesundheit fördern kann.

Genuss ist eine positive Sinnesempfindung - Genuss ist mit Wohlbehagen verbunden. Das Wort Genuss wird häufig im Zusammenhang mit Essen und Trinken verwendet. Ein kulinarischer Genießer wird als Feinschmecker oder Gourmet bezeichnet.

Was jedoch beim Essen und Trinken als Genuss empfunden wird, ist individuell unterschiedlich und es lassen sich kulturelle und soziale Unterschiede feststellen. Der Verband für Ernährung und Diätetik (VFED) aus Aachen macht am 7. März 2018, dem 21. Tag der gesunden Ernährung, darauf aufmerksam, dass gesunde Ernährung und Genuss zusammengehören.

Bundesweit sowie in Belgien, Österreich und der Schweiz bieten DiätassistentInnen, OecotrophologInnen, MedizinerInnen und ApothekerInnen zum Tag der gesunden Ernährung Aktionen an. Es gibt Vorträge, Seminare, Kochkurse und Verkostungen.

Die Aktionen finden in Krankenhäusern und Kliniken, in Geschäften, Apotheken, Bildungseinrichtungen und Büchereien statt. Die Besucher aller Veranstaltungen haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Ernährungsfachkräfte geben die Antworten.

„Wir freuen uns, wenn die Teilnehmer der Aktionen (wieder) lernen, ihr Essen zu genießen“, so Hedwig Hugot, Geschäftsführerin des VFED. „An den Veranstaltungen nehmen in jedem Jahr mehrere tausend Personen teil und noch viel mehr lesen Artikel und hören Berichte in den Medien!“

Genuss und gesunde Ernährung

Doch was versteht man unter einer gesunden Ernährung? Was sollen wir essen und wie viel? Und wie kommt der Genuss ins Spiel? Fragen, die gar nicht so leicht zu beantworten sind.

Die Basis für die gesunde Ernährung sind zumindest schon einmal ausreichend Flüssigkeit, Obst und Gemüse. Doch auch Süßes und andere „Sünden“ sind erlaubt. Ernährungsempfehlungen kommen von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE), die aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse einbezieht.

Ziel der Empfehlungen ist es, die Gesundheit der Menschen durch richtige Ernährung zu fördern und zu erhalten. Außerdem sollen sie eine Orientierung geben, welche Lebensmittel in welcher Menge zur Deckung des täglichen Energie- und Nährstoffbedarfs notwendig sind.

Und da kommen die Referenzwerte ins Spiel: Die Nahrung sollte aus etwa 50 Prozent Kohlenhydraten, ca. 30 Prozent Fett und ca. 15 Prozent Eiweiß bestehen.

Genuss bedeutet jedoch auch, sich nicht ständig mit Kalorien, Punkten oder dem Gesundheitsaspekt des Essens zu beschäftigen. Eine gemütliche Atmosphäre, ein schön gedeckter Tisch – und das Essen schmeckt gleich viel besser.

Nehmen Sie sich Zeit! Verabredungen mit Freunden, Nachbarn oder Bekannten zum Essen oder Kochen bieten Möglichkeiten, etwas Neues auszuprobieren.

Vollwertig essen und trinken nach den 10 Regeln der DGE

Vollwertig essen und trinken hält gesund, fördert Leistung und Wohlbefinden. Wie sich das umsetzen lässt, hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse in 10 Regeln formuliert (hier auch als pdf-Datei herunterzuladen).

1. Lebensmittelvielfalt genießen

Nutzen Sie die Lebensmittelvielfalt und essen Sie abwechslungsreich. Wählen Sie überwiegend pflanzliche Lebensmittel. Kein Lebensmittel allein enthält alle Nährstoffe. Je abwechslungsreicher Sie essen, desto geringer ist das Risiko einer einseitigen Ernährung.

2. Gemüse und Obst – nimm „5 am Tag“

Genießen Sie mindestens 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst am Tag. Zur bunten Auswahl gehören auch Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen und Bohnen sowie (ungesalzene) Nüsse. Gemüse und Obst versorgen Sie reichlich mit Nährstoffen, Ballaststoffen sowie sekundären Pflanzenstoffen und tragen zur Sättigung bei. Gemüse und Obst zu essen, senkt das Risiko für Herz-Kreislauf- und andere Erkrankungen.

3. Vollkorn wählen

Bei Getreideprodukten wie Brot, Nudeln, Reis und Mehl ist die Vollkornvariante die beste Wahl für Ihre Gesundheit. Lebensmittel aus Vollkorn sättigen länger und enthalten mehr Nährstoffe als Weißmehlprodukte. Ballaststoffe aus Vollkorn senken das Risiko für Diabetes mellitus Typ II, Fettstoffwechselstörungen, Dickdarmkrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

4. Mit tierischen Lebensmitteln die Auswahl ergänzen

Essen Sie Milch und Milchprodukte wie Joghurt und Käse täglich, Fisch ein- bis zweimal pro Woche. Wenn Sie Fleisch essen, dann nicht mehr als 300 bis 600 g pro Woche. Milch und Milchprodukte liefern gut verfügbares Protein, Vitamin B2 und Calcium. Seefisch versorgt Sie mit Jod und fetter Fisch mit wichtigen Omega-3-Fettsäuren. Fleisch enthält gut verfügbares Eisen sowie Selen und Zink. Fleisch und insbesondere Wurst enthalten aber auch ungünstige Inhaltsstoffe.

5. Gesundheitsfördernde Fette nutzen

Bevorzugen Sie pflanzliche Öle wie Rapsöl und daraus hergestellte Streichfette. Vermeiden Sie versteckte Fette. Fett steckt oft „unsichtbar“ in verarbeiteten Lebensmitteln wie Wurst, Gebäck, Süßwaren, Fast-Food und Fertigprodukten. Pflanzliche Öle liefern, wie alle Fette, viele Kalorien. Sie liefern aber auch lebensnotwendige Fettsäuren und Vitamin E.

6. Zucker und Salz einsparen

Mit Zucker gesüßte Lebensmittel und Getränke sind nicht empfehlenswert. Vermeiden Sie diese möglichst und setzen Sie Zucker sparsam ein. Sparen Sie Salz und reduzieren Sie den Anteil salzreicher Lebensmittel. Würzen Sie kreativ mit Kräutern und Gewürzen. Zuckergesüßte Lebensmittel und Getränke sind meist nährstoffarm und enthalten unnötige Kalorien. Zudem erhöht Zucker das Kariesrisiko. Zu viel Salz im Essen kann den Blutdruck erhöhen. Mehr als 6 g am Tag sollten es nicht sein. Wenn Sie Salz verwenden, dann angereichert mit Jod und Fluorid.

7. Am besten Wasser trinken

Trinken Sie rund 1,5 Liter jeden Tag. Am besten Wasser oder andere kalorienfreie Getränke wie ungesüßten Tee. Zuckergesüßte und alkoholische Getränke sind nicht empfehlenswert. Ihr Körper braucht Flüssigkeit in Form von Wasser. Zuckergesüßte Getränke liefern unnötige Kalorien und kaum wichtige Nährstoffe. Der Konsum kann die Entstehung von Übergewicht und Diabetes mellitus Typ II fördern. Alkoholische Getränke sind ebenfalls kalorienreich. Außerdem fördert Alkohol die Entstehung von Krebs und ist mit weiteren gesundheitlichen Risiken verbunden.

8. Schonend zubereiten

Garen Sie Lebensmittel so lange wie nötig und so kurz wie möglich, mit wenig Wasser und wenig Fett. Vermeiden Sie beim Braten, Grillen, Backen und Frittieren das Verbrennen von Lebensmitteln. Eine schonende Zubereitung erhält den natürlichen Geschmack und schont die Nährstoffe. Verbrannte Stellen enthalten schädliche Stoffe.

9. Achtsam essen und genießen

Gönnen Sie sich eine Pause für Ihre Mahlzeiten und lassen Sie sich Zeit beim Essen. Langsames, bewusstes Essen fördert den Genuss und das Sättigungsempfinden.

10. Auf das Gewicht achten und in Bewegung bleiben

Vollwertige Ernährung und körperliche Aktivität gehören zusammen. Dabei ist nicht nur regelmäßiger Sport hilfreich, sondern auch ein aktiver Alltag, in dem Sie z. B. öfter zu Fuß gehen oder Fahrrad fahren. Pro Tag 30 bis 60 Minuten moderate körperliche Aktivität fördern Ihre Gesundheit und helfen Ihnen dabei, Ihr Gewicht zu regulieren.